Noch mehr Fotos vom Cob-Kurs 2011 in Dänemark

OK, wie versprochen noch mehr Fotos…

Wie immer, die Bilder zum Vergrößern anklicken.

Sitzplatz mit Bogen, daneben glättet wer die Wand mit einer Säge. Eine Wasserwaage mit dreieckigem Stück Holz, die zur Kontrolle dient, dass die Wand gleichmäßig nach oben schmaler wird, lehnt an der Wellerlehm-Wand

Hier wird die Wand überarbeitet, nachdem sie ein bisschen trocknen konnte. Nun können überstehende Stellen mit einer alten Säge weggekratzt werden. Das geht ganz gut und ist besser, als Löcher stopfen zu müssen.

Die Mauer ist etwas über einen Meter hoch, leicht gebogen und wird zu beiden Seiten hin höher.

Das Graue dort ist glaube ich ein bisschen Unterputz aus Kalk. Bin mir nicht mehr ganz sicher. An einem Tag gab es einen Vortrag über die Vorzüge von Kalk als Baumaterial, den mir eine andere Kursteilnehmerin netterweise übersetzt hat. Es gibt viele verschiedene Arten von Kalk, verschiedene Produkte, die mit Kalk zu tun haben, die sich z.T. aber erheblich auch in ihrer chemischen Zusammensetzung unterscheiden. Kalkputze eignen sich gut für Lehmwände, sie erlauben der Wand zu „atmen“ und lassen im Gegensatz zu Zement keinen zerstörerischen Feuchtigkeitsstau entstehen. Außerdem sind sie besser regenbeständig als Lehmputze, benötigen in der Herstellung aber auch mehr Energie.

Drei armdicke runde Holzstangen liegen längs über der Bank, an den Seiten (nur die rechte ist im Bild) sind die Holzstangen in den Cob der Seitenwände eingearbeitet. Das Dach hat einen flachen Winkel. Über den großen Holzstangen liegen quer einige kleinere Äste.

Die andere Seite (also links) der Bank, wie voriges Bild, nur dass die kleinen Holzstäbe mit Corbel-Cobs umwickelt sind und dadurch das Dach mit einer handbreit Wellerlehm überzogen ist.

So bekam die Bank ein Dach. Ich glaube, ziemlich genau so wurden früher auch die Dachböden in Fachwerkhäusern gebaut. Um die kleineren, quer liegenden Holzstäbe wurden Corbel-Cobs, also Cob-Würste mit Langstroh, gewickelt. Durch das Langstroh sind Corbel-Cobs besonders stabil. Oben auf dieses Wellerlehm-Dach müssen dann später noch Dachziegel, denn wie gesagt muss Lehm vor Regen geschützt werden.

Auf der Cobwand ist links Lehmputz aufgetragen, rechts noch nicht. Obendrauf sind Ton-Dachziegel.

Eine Schicht Lehmputz. Die untere Schicht Putz ist eher Dick, hat einen hohen Sandgehalt und gleicht Unebenheiten in der Wand aus. Darauf kommen dann noch eine oder mehrere weitere Schichten, die immer dünner, feiner und lehmhaltiger werden. Damit nachfolgende Putzschichten halten können, darf die erste nicht ganz glatt sein, sondern wird leicht eingeritzt. Das ist hier noch nicht passiert. Mit Lehmputz zu arbeiten bringt wirklich Spaß, besonders im Vergleich zum (in mehrfacher Hinsicht) ätzenden Zement.

Die Cob-Mauer beschreibt einen Bogen, wird von links Richtung Mitte erst niedriger, dann wieder höher und geht in den hohen Bogen über dem Sitzstein über. Dahinter kommt der Katzenplatz. Vorne über einem Teil der Mauer steht ein offenes Zelt als Regenschutz beim Arbeiten.

So sah unser Werk am Ende des Kurses aus.

neben der Bank das dreieckige Fenster mit der Spitze nach unten

Der Anfang der Gartenmauer, mit der Bank (hier von hinten zu sehen), das Dach ist nur halb fertig geworden.

Zwei Wellerlehm-Säulen treffen sich weiter oben und bilden so ein glasloses Fenster neben der Bank. Darüber das nach rechts leicht abfallene Dach.

Der Anfang der Mauer, die Bank von der Seite.

vorne ist das Dach mit Wellerlehm bedeckt, hinten noch nicht.

Das Dach der Bank am Ende des Kurses.

von unten sind die dickeren Holzstäbe, die das Dach halten, zu sehen. Darauf der Cob.

Das Dach der Bank von unten gesehen.

Die ganze Bank von vorne gesehen

Die ganze Bank von vorne gesehen. Schön gemütlich, oder?

Die Bank, das kleine Fenster und ein Stück einfacher, leicht gebogener, Wand.

der gebogene, glatte Teil der Mauer geht in den hohen Bogen über dem Sitzstein über, etwas daneben ist die Katzennische. Im Vordergrund steht das Sand-Sieb.

Wieder der Bogen mit dem Sitz, die Katzennische, danach noch etwas mehr niedrige, noch nicht fertige Mauer.

Die ganze Gartenmauer, überschattet von dem großen Baum, um den herum sie gebaut wurde.

Hier ist wunderschön zu sehen, wie organisch sich diese Wellerlehm-Gartenmauer in die Landschaft einfügt.

Ja, das ist doch ein schöner Abschluss für die Foto-Tour durch unseren Cob-Kurs 2011!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s